St. Maria-Männerbruderschaft
Hoven-Bettrath-Lockhütte e.V.

Geschichte

Die St. Maria Männerbruderschaft wurde im Jahr 1858 gegründet. Wir wissen nicht sehr viel aus der Gründungsgeschichte unserer Bruderschaft, wir müssen das meiste vermuten.

Die beiden Bettrather Bruderschaften und auch die Kloster St. Maria - Junggesellen- Bruderschaft gingen aus der schon 1497 erwähnten St. Barbara - Bruderschaft hervor. In der Klosterkirche in Neuwerk, die bis 1962 als Neuwerker Pfarrkirche diente, wurde in besonderer Weise die Hl. Barbara verehrt. Die Pilger kamen sogar aus dem Ausland und trugen sich in die Gebetslisten ein, damit war die Mitgliedschaft in der St. Barbara- Bruderschaft vollzogen. Sie ist die Mutterbruderschaft, nicht nur der übrigen Neuwerker Bruderschaften. Im Laufe der Zeit wandelte sie sich von der ursprünglichen Gebets- in eine Schützenbruderschaft.

Erstmals wurde der St. Maria - Männer - Schützenverein, der erst 1934 in
„St. Maria - Männerbruderschaft“ umbenannt wurde, im Jahre 1858 erwähnt.
Erster König war Johann Kamp.
1933 wurde das 75 - jährige Bestehen gefeiert. 1958 nahmen anlässlich des 100 - jährigen Bestehens mehr als 1.000 Schützen aus der gesamten Umgebung am Festzug teil. 1983 konnte das 125 - jährige Jubiläum gefeiert werden. Zum 150 - jährigen Jubiläum im Jahre 2008 wurde eine neu Fahne angeschafft, welche durch den Künstler Hubert Schüler hergestellt wurde.
im Jahre 1860 schoß der Schützen Schützenverein den Vogel. Als dieser trotz aller Bemühungen mit der normalen Büchse nicht von der Stange zu holen war, entsann sich einer der Schützen seiner alten Armbrust, einer „Kielboege“, mit der man eiserne Pfeile abschoß. Mit ihrer Hilfe wurde der zähe Vogel abgeschossen; seither trägt die Bruderschaft den Beinamen „Kielmänn“.
Natürlich feiert die Bruderschaft die Kirmes oder „Prunk“ – am Sonntag zwischen Christi- Himmelfahrt und Pfingsten – als äußeren Höhepunkt, aber es gibt auch neben der Kontaktpflege und der Pflege zur Geselligkeit selbst gestellte karitative Aufgaben und Leistungen.
Weit bekannt und berühmt ist während der Frühkirmes die Altarsparade des Kirmesvorstandes vor dem Allerheiligsten. Es ist ein um die Jahrhundertwende vom damaligen Kölner Erzbischof den Neuwerker Bruderschaften zugestandenes Privileg. Auf der Spät- oder „Puspas“ – Kirmes wird der neue König für das kommende Jahr ermittelt. Obwohl ein jeder die Königswürde erringen kann, muß der Bewerber doch wenigstens 10 „Gleichgesinnte“ hinter sich wissen, damit ein kompletter Kirmesvorstand die Bruderschaft das ganze Jahr über repräsentieren kann.
Die Bruderschaft zieht im traditionell schwarzen Anzug mit Zylinder und Spazierstock auf, nur die Generalität zu Pferde und der Tambourmajor tragen historische Uniformen.
Leider wurden die Chroniken unserer Bruderschaften im 1. und 2. Weltkrieg weitgehend vernichtet.
Die Nachbarschaften und Vereine beteiligen sich seit Jahren aktiv an der Gestaltung der Prunk. Sie bilden das „Rückgrat“ der Kirmes.
Für das glanzvolle, äußere Bild ist vor allen den Kirmesvorständen zu danken, die sich immer wieder in schöner Kameradschaft und Freundschaft zusammenfinden und über viele Jahre hinaus Bruderschaft praktizieren.